Charaktere

Hauptcharaktere

 

Caterine Finchley (Cate)

Die dreizehnjährige Cate ist der ruhigere Part der beiden Freundinnen und hat immer ein offenes Ohr und eine gute Idee parat, wenn es darum geht sich oder ihre Lieben aus einem Schlamassel heraus zu holen. Das Wohl ihrer Freunde steht für sie dabei immer über ihrem eigenen. Mit Cleverness und Einfühlungsvermögen gelingt es ihr so gut wie immer, eine Lösung für ein Problem zu finden.

 

Cates Eltern haben sich vor einigen Jahren scheiden lassen, seitdem wohnt sie allein mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester in einer kleinen Wohnung in der Nähe von London. Da sie schon von klein auf viele Aufgaben der berufstätigen Mutter übernehmen musste, wurde sie sehr früh erwachsen. Sie kümmert sich viel um ihre kleine Schwester, unterstützt ihre Mutter bei der Hausarbeit und ist immer für ihre beste Freundin da. Daher wirkt sie für ihr Alter trotz des kindlichen, zarten Aussehens oft etwas zu erwachsen und ernst. Da die Familie nicht besonders viel Geld hat, trägt Cate ältere und meist für sie etwas zu große Klamotten und wird dafür von ihren Mitschülern gehänselt.

 

Cate würde niemals gegen jemanden ein böses Wort sagen; sie ist ein gutherziges, ruhiges Mädchen, das ihre Sorgen lieber tief in sich hinein frisst, als anderen damit zur Last zu fallen. Als sie in die Welt der Träume gerät, entdeckt sie, dass tief in ihr magische Kräfte schlummern, von denen sie niemals auch nur zu träumen gewagt hätte. Wird es ihr gelingen, ihre kleine Schwester wiederzufinden?

 

 

 

Mariah Anabelle Parker (Mary)

Mary ist 14 Jahre alt und Cates allerbeste Freundin. Die beiden kennen sich seit klein auf und unternehmen so gut wie alles zusammen. Der hitzköpfige Rotschopf hasst Ungerechtigkeiten und kämpft mit Feuereifer für das, was sie erreichen will und schreckt dabei vor nichts und niemanden zurück. Hin und wieder schießt sie damit sogar etwas über das Ziel hinaus.

 

Obwohl sie von klein auf in einem Waisenheim lebt, verbringt sie die meiste Zeit bei und mit Cate. Meistens ist sie sehr gut gelaunt, manchmal sogar ein bisschen überdreht. Sie lacht gerne und oft, ist neugierig und laut und spinnt sich die verrücktesten Ideen zurecht. Sie liebt es, sich fantasievolle Geschichten auszudenken und sie dann ihrer besten Freundin und deren kleinen Schwester zu erzählen.

 

Doch obwohl sie die meiste Zeit gut drauf ist, wenn sie dann abends in das verhasste Waisenhaus zurückkehrt, beschleichen sie oft Zweifel, ob sie wirklich dort hin gehört. Sie weiß nicht viel über ihre Eltern und ihre Vergangenheit und wäre nicht Cate, so hätte sie schon oft mit dem Gedanken gespielt einfach fort zu gehen und nach ihrer wahren Bestimmung zu suchen. Sie besitzt eine natürliche Abenteuerlust und wird oft vom Fernweh geplagt. Als Cate sie bittet, gemeinsam mit ihr auf die Suche nach der kleinen Sarah zu gehen, zögert Mary keine Sekunde und schließt sich ihrer besten Freundin auf einer abenteuerlichen Reise an.

Nebencharaktere

Sarah

Sarah ist 5 Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihrer Mutter und Cate. Sie ist ein sehr lebensfrohes, kleines Mädchen und liebt Geschichten. Im Gegensatz zu ihrer Schwester sagt sie immer sofort was sie denkt. Die kleine Quasselstrippe hängt sehr an ihrer kleinen Familie und hasst es von ihnen getrennt zu sein. Sarah war noch ein Baby, als ihr Vater die Familie verließ. Deshalb hat sie kaum Erinnerungen an ihn. Für sie ist Cate die wichtigste Bezugsperson, verbringt sie doch die meiste Zeit mit ihr allein. Als die Kleine ohne jedes Zeichen verschwindet, bricht für Cate eine Welt zusammen.

 

 

Mergul

Mergul ist ein uralter Zauberer, der schon seit Jahrhunderten im Königreich Zantaliya lebt. Er ist sehr erfahren und weise und alle Wesen haben großen Respekt vor ihm. Er verfügt über so mächtige Zauberkräfte, dass selbst Falador ihn als würdigen Gegner erachtet. Des Weiteren besitzt er die unglaubliche und einzigartige Fähigkeit, Gedanken in Träume zu fassen und in die Welt hinaus zu senden. Diese manifestieren sich in Form von einer Art Seifenblasen, die unbemerkt über das Land schweben und Wesen im Schlaf berühren. Diese Zauberei nutzt er, um mit den Mädchen während ihrer Reise zu kommunizieren.

 

Als Falador in Zantaliya die Macht an sich reißt und Merguls Tochter Ranbay entführt, ist der alte Zauberer verzweifelt und versucht alles, um sie zu befreien und sich an Falador zu rächen. Doch bei einem Zweikampf kann er gegen die finsteren Kräfte nicht ankommen, beide sind gleichauf. So kann er Falador lediglich eine einzige Narbe im Gesicht zufügen, bevor er sich erneut zurückziehen muss. Seitdem arbeitet er verbissen an einem Plan, das Land und somit auch seine geliebte Tochter aus den Klauen des dunklen Herrschers zu befreien. Dadurch lernt er auch Mary und Cate kennen, von denen er fest glaubt, sie könnten die Retterinnen aus einer alten Prophezeiung sein und setzt all seine Hoffnung in die Mädchen. Er steht ihnen stets mit Rat und Tat zur Seite.

 

Textausschnitt:

»Da!«, machte Mary plötzlich und zeigte auf die Spitze des Turmes. Cates Blick folgte ihrem Fingerzeig und da sah sie ihn auch. Mergul trat hervor, auf eine Art riesiges schwebendes Plateau und versuchte, den Korkais in ihrem bösen Treiben Einhalt zu gebieten. Der Mann – der General – hob eine Hand und ließ seine Truppen für einen Moment die Waffen niederlegen. »Sieh an, wen haben wir denn da?«, rief er höhnisch in die kalte Nacht hinein. Mergul trat einen Schritt nach vorn und die beiden Mädchen, die flach auf dem Boden gepresst das ganze Spektakel beobachteten, erkannten, dass sein Gewand nicht länger grau war, sondern weiß. Selbst in der Finsternis, die ihn umgab, leuchtete er stärker und heller als der Mond. Sein Stab, Helènor, den er in die Höhe streckte, funkelte stärker als die Sterne am rabenschwarzen Himmel.«

 

 

Falador

Falador ist der böse Herrscher über Zantaliya, seit er den vorherigen König Monodo, dessen oberster Berater er lange Zeit gewesen war, brutal und hinterrücks ermordet hatte. Sein ganzes Leben schon strebte er nach unendlicher Macht. Ihm ist nichts und niemand wichtig, außer er selbst, und für die Verwirklichung seiner finsteren Pläne wäre er bereit alles und jeden zu opfern. Einzig allein für Merguls schöne Tochter Ranbay, die er als seine Gefangene hält, scheint er eine Schwäche zu haben. Seit Jahren versucht er, die sturköpfige Zaubererstochter zu seiner Frau zu machen - bisher immer vergebens.

 

Über seine Vergangenheit ist nicht wirklich viel bekannt, nur dass er schon immer ein fantastischer Magier gewesen war, der sein Leben jedoch viel zu früh den dunklen Künsten verschrieben hatte. In Zantaliya erzählt man sich, er habe sein eigenes Herz heraus gerissen, um keine Gefühle mehr empfinden zu müssen und somit unantastbar zu sein.

 

Falador hasst die Sonne und somit verbannte er sie kurzerhand Stück für Stück aus seinem Königreich. Er lebt von dem Schmerz seiner Unterworfenen und duldet keinen Widerstand. Seine größte Furcht ist es, jemandem zu begegnen, der stärker und mächtiger ist als er selbst. Deshalb lässt er seine Gegner gnadenlos verfolgen und zur Strecke bringen. Als er von der Prophezeiung erfährt, ist ihm nichts wichtiger als die Mädchen, die sie vollziehen sollen, zu vernichten. Deswegen lockt er sie in sein Reich. Werden Mary und Cate es schaffen, seinem schrecklichen Tun endlich ein Ende zu bereiten?

 

Textausschnitt:

»In diesem Moment brach die Tür auf und ein Mann stürmte herein, sein tiefschwarzer Umhang flatterte wild um seine Schultern. Zielstrebig steuerte er auf Ethaniel zu, der vor lauter Ehrfurcht bei dem Anblick seines Herren sofort auf die Knie gefallen war. Sofort griff er nach dem Mantel des Mannes und begann ihn zu küssen.

 

»Genug!«, rief Falador ungeduldig, packte seinen Diener am Kragen und zog ihn unsanft zurück auf die Füße. »Was ist die wichtige Neuigkeit, von der du mir mitten in der Nacht so dringend erzählen musstest?«

 

Ein hämisches Grinsen breitete sich auf Ethaniels Gesicht aus, als er in die finsteren, leeren Augen seines Meisters blickte. »Ich hab sie gefunden.«, sagte er schlicht und machte eine Handbewegung in Richtung des Wassers. »Seht selbst.«

 

Das ließ sich Falador nicht zweimal sagen, er warf einen Blick in das marmorne Becken. Und tatsächlich, unter seinem eigenen Spiegelbild – das eines kahlköpfigen kräftigen Mannes, dessen kantiges Gesicht von einer tiefen Narbe durchzogen war und dessen Augen so schwarz waren, dass man glauben könnte in ein bodenloses Nichts zu schauen – sah er zwei Mädchen.«

 

 

Ranbay

Ranbay ist Merguls Tochter. Uralten Geschichten zufolge entsprang sie einem seiner tiefsten Wünsche, nicht mehr einsam sein zu müssen und erschien wie aus Zauberhand in seinem Turm. Sie wächst bei Mergul auf, bis sie ein bestimmtes Alter erreicht. Just in der Blüte ihrer Schönheit hört ihr Altern auf und sie bleibt für immer jung und atemberaubend hübsch. Abgesehen davon, hat sie eine zauberhafte Singstimme, die so betörend ist, dass selbst Falador sich nicht mehr von ihr losreißen konnte. Daher beschloss er sie zu entführen und zu seiner Gemahlin zu machen. Ranbay widersetzt sich seitdem seinen Avancen und treibt ihn damit zur Weißglut. Doch er ist dennoch nicht in der Lage, sie hinrichten zu lassen und hält sie daher weiterhin in seiner Festung gefangen.

 

Textausschnitt:

»Dicke Krokodilstränen rannen über Sarahs Gesicht und sie musste schluchzen. Sofort kam das Mädchen, das mit ihr zusammen in das Turmzimmer eingesperrt worden war, zu ihr herüber gelaufen und schloss sie fest in die Arme. »Weine nicht, meine Kleine.«, flüsterte sie und streichelte zärtlich über ihr weiches Haar. » Alles wird wieder gut, das musst du mir glauben.« Sarah drückte sich eng an die junge Frau. Sie war immer lieb zu ihr und munterte sie auf, wenn es ihr schlecht ging. Manchmal erzählte sie ihr Geschichten, wunderschöne Geschichten vom Land der Träume. Sie war wirklich froh, dass sie da war. Sie war ihre einzige Freundin.

 

»Ranbay?«, flüsterte sie, und sah hinauf in ihr wunderhübsches, edles Gesicht. Obwohl sie mittlerweile so viel Zeit mit ihr verbrachte, konnte sie sich noch immer nicht daran gewöhnen wie strahlend schön sie war. Es war fast so, als würde sie von innen heraus leuchten. »Glaubst du wirklich, dass Catie auf dem Weg zu mir ist?«

 

»Natürlich glaube ich das. Und nicht nur das, ich weiß es sogar.«, antwortete Ranbay, wischte ihr vorsichtig eine Träne aus dem Gesicht und lächelte aufmunternd. »Du darfst bloß nicht aufhören, darauf zu hoffen. Weißt du, manchmal ist die Kraft deiner Träume und Wünsche größer, als du dir vorstellen kannst.«

 

»Aber ich will, dass sie jetzt bei mir ist!«, jammerte Sarah und vergrub ihr Gesicht im seidenen Stoff des Kleides der Zaubererstochter.

 

»Ich fürchte, du musst noch ein wenig Geduld haben.«, seufzte Ranbay traurig. »Und nun solltest du noch ein kleines bisschen schlafen. Es sind noch einige Stunden bis zum Morgengrauen und du musst ausgeruht sein für den Tag.«

 

Sarah sah sie nachdenklich an, dann schließlich murmelte sie: »Kannst du mir vielleicht etwas vorsingen? Damit ich besser einschlafen kann?«

 

Ranbay nickte und die Kleine kuschelte sich in ihre Arme. Und dann begann sie zu singen, nur ganz leise und doch erfüllte ihre glockenhelle Stimme den ganzen Raum, und vertrieb alle Sorgen. Ihr Gesang war so wunderschön, dass Sarah sogar für eine Weile vergessen konnte, wo sie war und dass sie ihre Familie so sehr vermisste. Es dauerte nicht lang, und sie konnte ein Gähnen nicht mehr zurück halten und wenige Sekunden später war sie schon in einen tiefen Schlaf gefallen. Behutsam bettete Ranbay sie auf der Strohmatratze, die man ihnen zum Schlafen bereit gelegt hatte.«

 

 

Morkufer

Morkufer ist Faladors erster General und steht tief in der Gunst seines Meisters. Durch seine Kaltherzigkeit und seinem Hang zum Sadismus ist es ihm eine große Freude, die bösen Machenschaften seines Herren auszuführen. In Zantaliya wird er nur »der General« genannt und die Wesen leben in großer Furcht vor ihm, auch wenn seine eigentliche Schönheit viele von ihnen zunächst einmal in die Irre führt.

 

Morkufer ist schon sehr lange im Dienst des dunklen Herrschers und hat bisher immer alle Aufgaben zu der vollsten Zufriedenheit Faladors ausgeführt. Er gehört zu der seltenen Gattung der Vampire, das heißt sein Durst nach Blut ist beinahe niemals gestillt. Er ergötzt sich am Elend der untergeordneten Kreaturen. Als oberster General hat er das Sagen über eine gewaltige Armee von Korkais, die ihn auf seinen Missionen stets begleiten.

Als Falador erfährt, dass die Mädchen bereits in Zantaliya angekommen sind, vertraut er die Aufgabe sie zu ihm zu bringen niemand geringerem als Morkufer an. Doch diese stellt sich als die schwierigste seines bisherigen Lebens heraus.

 

Textausschnitt:

»Der volle Mond verkroch sich feige hinter den dicken Wolken, als Morkufer und seine dunkle Armee endlich das Ziel ihrer Reise am Horizont aufblitzen sehen konnten. Der Turm Nâeo wirkte genauso prächtig wie eh und je und ragte in den nachtschwarzen Himmel wie ein gewaltiger Speer.

 

Der General des Schreckens, wie er im Volksmund genannt wurde, ritt an der Spitze und führte seine Herde von gepanzerten Korkais direkt darauf zu. Er strich sich die langen schwarzen Haare aus dem Gesicht, dessen Züge durchaus die eines gutaussehenden Mannes wären, würde man beim genaueren Hinsehen nicht all den Hass und die Boshaftigkeit darin lesen können. Mergul schien bisher keinen Verdacht geschöpft zu haben. Morkufer war stolz auf seine eigene Arbeit, und er konnte ein Lachen nicht zurückhalten. Seine schneeweißen, spitzen Fangzähne blitzten dabei im Mondlicht. »Es wird mir ein Vergnügen sein, dich im Schlaf zu überraschen, Mergul.«, säuselte er mit seiner lieblichen Stimme in den Wind hinein. »Und keine Sorge. Deine kleinen Prinzessinnen sind bei mir in den allerbesten Händen!«

 

 

Zuurgh

Zuurgh entstammt einer Linie mächtiger Zwerge, doch im Gegensatz zu seinen geldgierigen Vorfahren ist er der erste Zwergenkönig, der es lernte, wirklich echte Liebe zu empfinden. Nach einem schweren Schicksalsschlag ist er allerdings vom Leben gezeichnet. Als Mary und Cate ihn kennen lernen, reagiert er zunächst abweisend und unausstehlich. Werden die Mädchen es schaffen können, seine harte Schale doch noch zu knacken?

 

Textausschnitt:

»Mergul, sagt ihr?«, fragte Zuurgh und runzelte die Stirn. Doch als die Mädchen ihm gerade eine Antwort geben wollten, hob er seine rechte Hand um sie zum Schweigen zu bringen. »Sein Name ist mir durchaus bekannt.«, fuhr er mit träger Stimme fort und rieb sich die Augen. »Er gilt als Unruhestifter. Ein Rebell, wie er im Buche steht.«

 

»In erster Linie ist er aber doch eher ein brillanter Zaubermeister.«, warf Cate ein. Sie starrte Zuurgh an. Er war eben so groß wie die anderen Zwerge, die sie bisher gesehen hatte, nur war er schätzungsweise doppelt zu breit wie sie. Sein beleibter Körper hing träge auf dem Thron auf dem er saß und seine kleinen Schweinsaugen starrten gelangweilt ins Leere. Auf Cate wirkte es fast so, als hätte er überhaupt keine Lust, hier zu sein und all diese wichtigen Entscheidungen zu treffen. Seinem Erscheinungsbild nach zu urteilen, mochte er die königlichen Leibspeisen, und die köstlichen Weine. Alles andere jedoch schien ihn nur anzustrengen.

 

 

Peka

Im Reich der Phûkis, der Eismenschen, ist Peka der Häuptling. Sie sieht es als ihre Pflicht an, ihr Volk mit allen ihr möglichen Mitteln zu beschützen, und da die Eismenschen nicht gerade der kämpferischste Stamm sind, gelingt ihr das am besten durch Tarnung. Um das zu ermöglichen, beschwören die Phûkis mit ihren besonderen Kräften riesige Schneemassen hervor, unter denen sie sich unbemerkt verstecken können. Auf der Suche nach den Phûkis müssen Mary und Cate sich gefährlichen Herausforderungen stellen.

 

Textausschnitt:

Erstaunt starrte Mary das kleine Wesen vor sich an. Anders als sie es erwartet hatte, war Peka ganz offensichtlich eine Frau. Ihr langes, weißes Haar fiel ihr bis auf die schmalen Schultern. Ihr silbrig schimmerndes Gesicht hatte sanftere Züge und auch war es um einiges jünger als das von Pai, und ihre Augen waren von noch reinerem Blau als das der anderen Phukîs die sie bereits kennengelernt hatte. Ihr Körper war schlank, und wirkte furchtbar zerbrechlich. Für einen Moment überlegte Mary, ob sie wirklich ganz aus Eis bestand, und ob durch ihre Venen kaltes Wasser, anstatt Blutes floss. Sie verwarf den wirren Gedanken schnell wieder.